Mittwoch, 2. Februar 2011

Schweden

Okay, die neue Freiwillige hatte heute ihren ersten Arbeitstag. Allerdings kommt sie nicht aus der Schweiz sondern aus Schweden und spricht deshalb natuerlich kein Deutsch.
Sonst ist sie aber glaube ich ganz in Ordnung, glaube schon, dass ich die 3 Monate durchaus mit ihr verbringen kann.
Heute gabs ein Gespraech mit der Senorita meiner Organisation und meiner Chefin Madre Victoria, wir Freiwilligen bekommen jetzt bald einen Arbeitsplan um die Ausgehzeiten der Erzieherinnen besser koordinieren zu koennen. Nun gut, warten wir mal ab.
Heute ging es mit einem Taxi in das Haus mit den Nonnen, wo sie mit ihnen malen und spielen, waren 11 Kinder, 1 Tia und wir beiden Freiwilligen. Die beiden Babys sassen vorne auf dem Schoss der Tia, wir beiden Gringas mit 3 der Kleineren auf der Rueckbank und der Rest der Kinder Justin Bieber Songs singend im Kofferraum. Was fuer ein Erlebnis.
Dann habe ich die Neue nach Lurin begleitet, weil sie noch nicht genau wusste wie sie in ihr Haus kommt und noch Shampoo kaufen wollte und hier ja nichts kennt. Deshalb bin ich gerade in einem Internet- Cafe in Lurin und kaempfe mit Uni- Bewerbungen. 
Was ein Scheiss, ernsthaft. Wie haben es je Leute in eine Uni im Ausland geschafft?

Nungut, ist spaet, ich muss gleich mein Sammeltaxi nehmen und nach Hause fahren. Dort wartet meine Abendessensuppe (hoffentlich ohne Innereien einer Henne) und mein Bett auf mich.
Ganz viele Gruesse nach Deutschland, hab gehoert es soll wieder schneien? Nun gut, ich glaube ich habe mal wieder Sonnenbrand.

Dienstag, 1. Februar 2011

Arequipa

Guten Abend Welt, ich bin muede.
Heute war ich mal wieder arbeiten und die Kinder waren zwischendurch kleine Biester. Sind mit Mototaxi und Bus (auch eine schoene Erfahrung, mit 3 Erziehern und 8 Kindern in einem Mototaxi auf ungepflasterten Strassen) in eine kleine Schule gefahren, wo sie (sind ja im Moment Ferien bis Maerz) derzeit jeden Tag mit den Kindern malen und spielen. Und irgendwie waren meine Kleinen diejenigen, die sich nach einiger Zeit richtig daneben benommen haben und den groessten Scheiss gemacht haben.
Nungut, jetzt kann ich gleich schlafen und morgen kommt eine neue Freiwillige aus der Schweiz und nimmt mir dann hoffentlich ein bisschen Arbeit ab haha
Die Daenin ist am Freitag zurueck nach Daenemark geflogen, war heute auch echt komisch ohne sie.
Letzte Woche Mittwoch hatte sie ihren letzten Tag im Kinderheim und es gab gutes Essen, Geschenke fuer sie und eine kleine Feier. Dann sind wir Abends nach Lima und haben dort Donnerstag Miraflores besucht und sind noch in Santo Domingo ihre letzten Souvenirs kaufen gegangen und am Freitag ging dann Abends der Flug. 
Meine Chefin, Madre Vikoria kam sogar mit 6 von den Kindern zum Flughafen, was echt ein weiter Weg ist, um sich nochmal zu verabschieden. Das war unglaublich suess!
Am Samstag hatte dann der Praesident meiner peruanischen Organisation Geburtstag, er ist 58 oder so geworden und es gab im Haus eine Geburtstagsfeier mit der Hora Loca (die verrueckte Stunde) wo alle so abgegangen sind, das war wirklich verrueckt.
Sowas muss man einfach mal gesehen haben. Gab auch 3 oder 4 Leute die in Kostuemen die Leute zum Ausflippen animiert haben und nachher gab es noch dieses Ding was an der Decke haengt und wo man drauf pruegelt bis es kaputt geht und dann fallen da Suessigkeiten und ganz viel Kleinkrams raus und alle stuerzen sich darauf als waeren es kleine Nutella- Pakete.
Okay, das war jetzt ein schlechter Uebergang, aber mir ist gerade eingefallen, dass wir im Metro waren (das ist uebrigens eine der grossen Supermarktketten hier) und ich habe dort doch wirklich Nutella gesehen und wollte meinen Augen nicht trauen. Ein kleines Glas Nutella kostet hier wirklich unglaubliche 44 Soles, also circa 12 Euro! Weshalb natuerlich kein Peruaner jemals in den Genuss von Nutella kommt und auch ich der Versuchung wiederstanden habe.

Nunja, nun zu Arequipa. 
Die Woche zuvor waren wir von Donnerstag bis Sonntag Abend in Arequipa.
Am Donnerstag sind wir Nachmittags angekommen, wir sind naemlich mit dem Bus gefahren (Zuege gibt es in Peru irgendwie nicht, sie bauen seit 20 Jahren an einer Bahn fuer die Innenstadt aber noch sieht es nur nach Asphaltgebilden aus) und da faehrt man schon so um die 18 Stunden.
Also gings dann erstmal in ein Museum, wo normalerweise die Mumie der Juanita ist, die als 14 Jaehrige von den Inkas auf einem Vulkan geopfert wurde, dann eingefroren ist und deshalb richtig gut erhalten ist. Die war natuerlich aber gerade unterwegs in der grossen weiten Welt und wir haben ein anderes eingefrorenes Maedchenskelett gesehen. War im Grossen und Ganzen aber wirklich sehr interessant und den Besuch durchaus wert. 
Dann sind wir weiten in ein Nonnenkloster, was riesengross und wunderschoen ist und wo frueher die Nonnen aus den reichsten Familien lebten, jede 4 Sklaven hatte und es eine Nonnendisco gab.
Haben die Besichtigung gemacht, als es schon dunkel war und die ganzen Raeume nur von Kerzen beleuchtet waren, was echt ein cooles Erlebnis war.
Am Freitag haben wir dann bis Samstag eine Tour nach Chivay und zum Colca- Canyon gemacht. Dort gings dann in die Berge, Arequipa liegt ja sowieso auf 3000 oder 4000 m Hoehe, aber Chivay ist nochmal hoeher und deshalb auch kaelter. Wir hitzegewohnten Lima- Kinder hatten dann natuerlich nicht genug warmes Zeug dabei und waren Freitag schoen durchgefroren als es dann zum Zwischenstop heisse Vulkanquelle ging.
Mega gut, es ist kalt, es regnet und du chillst in einem Swimmingpool, der mit 39 Grad heissem Wasser gefuellt ist, was sogar noch natuerlich ist, weil es aus einer Vulkanquelle kommt.

Spaeter am Abend gings dann in ein Restaurant mit Folklore- Tanz, wo ein Paerchen in traditionellen Gewaendern zu einer Live- Band getanzt haben, was echt cool war. Dann wurden natuerlich auch Leute aus dem Publikum rausgesucht und mit ihnen wurde dann auch nochmal getanzt. Ich hatte natuerlich soviel Glueck, dass ich auch ausgesucht wurde und das natuerlich bei einem Tanz wo das Maedchen sich auf den Boden legen muss, und dann von dem Kerl mit einer Stofftasche auf die Beine geschlagen wird und dann ueber die Schulter gelegt wird, waehrend der Kerl irgendwelche Figuren tanzt. War nicht ganz so cool, weil das mit der Tasche echt weh tat aber im Grossen und Ganzen witzig.
Samstag gings dann mit dem Bus zum Colca- Canyon, dem welttiefsten Canyon uebrigens. Waehren der Cran- Canyon nur 1600m tief ist, ist der Colca Canyon an seiner tiefsten Stelle 4100m tief! Aha, wieder was gelernt. Allerdings kann man die hoechste Stelle nur bergsteigend erreichen und deshalb haben wirs bei einem Aussichtspunkt belassen, der auf 1400m Hoehe war. 

Marianne und Ich

Ach, ich liebe dieses Foto. Meine Daenin und ich.
Wir haben uebrigens auch Condore gesehen, die 2tgroessten Voegel der Welt, was auch ganz cool war.
Am Samstag Abend gings dann zurueck und wir sind in ein Irish Pub gegangen und ich habe meinen ersten Pisco Sour getrunken. Ein Gemisch aus Pisco (Nationalgetraenk), Limonensaft, Zucker und dem ungekochten Weissen vom Ei - schmeckt sogar eigentlich ganz gut.

Achja, ich weiss zwar nicht mehr wann, aber Marianne (die Daenin) und ich waren boese, wir waren in einem traditionellen peruanischen Restaurant und haben Meerschweinchen und Alpaka gegessen.
Achja, und wir haben auf der Tour zum Colca- Canyon Koka- Blaetter gegessen. Koka- Blaetter sind aber unbearbeitet keine Drogen (mal nebenbei gemerkt, es war auch nicht illegal) und helfen, wenn man schnell viele Hoehenmeter passiert, also ein Mittel gegen die Hoehenkrankheit. War auch mit das Widerlichste was ich jemals gegessen habe.
Man kann Koka- Blaetter naemlich hier im Supermarkt in einer Tuete kaufen und man kaut dann auf den Blaettern rum, was aber nicht das Einzige ist, weil in der Tuete auch ein Kalkstein enthalten ist, der so weich ist, dass er sich im Mund aufloest, bzw man ihn wirklich zerkauen kann.
Unglaublich ekelhaft. Ich empfehle jedem als Alternative die Koka- Bonbons, die helfen auch und schmecken besser.
Eigentlich soll man auf dem Koka- Zeug auch 20 Minuten rumkaufen, habe allerdings nur 5 geschafft und musste mich dann fast uebergeben. Lieber Schwindelkeit und Nasenbluten als das.
Die Wirkung erinnert auch ein bisschen an Zahnarzt, weil das den Mund betaeubt - wie vor einer Zahnbehandlung.

Nun gut, Erfahrung gemacht und draus gelernt.
Am Sonntag waren wir dann das Zentrum besichtigen und dann gings im Luxusbus zurueck nach Lima - man goennt sich ja doch nichts.
Waren mit einem Excluciva- Bus unterwegs, wo man in der VIP- Abteilung (ich bin verliebt in diesen Bus) die Sitze wirklich zu einem Bett machen kann. Ausserdem hat jeder einen eigenen Fernseher mit Musik und 15 Filmen.
Das Essen war auch ganz okay und wir hatten eine Stewardess. 
Nungut, leider ging der Bus nach zweidrittel des Weges kaputt und die letzten 6 Stunden gings dann in einem ganz normalen Reisebus weiter.
Allerdings wurden unsere Ruecksaecke in einem anderen Auto vorgeschickt und als wir dann endlich in Lima waren (nach 2 Stunden Warterei auf den anderen Bus und einer halben Stunde Pause in der Pampa, weils in dem anderen Bus kein Essensservice gab) waren natuerlich unsere Rucksaecke nicht da. Uns wurde dann gesagt, dass wir eine halbe Stunde warten muessten, aus denen wurden dann allerdings 2 bis uns mitgeteilt wurde, dass unsere Rucksaecke in einer anderen Station der Agencia ist und wir dort mit dem Taxi hingefahren wurden. Dann gings noch mit dem Bus von dort nach Hause, was im Endeffekt dann eine Reise von 25 Stunden war.
Haben uns natuerlich auch beschwert und haben pro Person 20 Soles fuer die naechste Reise mit der Acencia gutgeschrieben bekommen - was im Verhaeltnis zu dem 130 Soles Ticketpreis echt ein Witz ist.
Nungut, Resultat ist, dass der Excluciva- Bus precioso ist und ich da durchaus drin leben koennte, der Kunderservice hingegen shitty.

Nun gut, das war meine Reise nach Arequipa, ich habe Hunger und werde jetzt den Weg in mein trautes Heim suchen, essen und schlafen gehen.
Gruesse nach Deutschland, ich schreib die Tage vielleicht nochmal wenn irgendwas spannendes passiert - vielleicht wegen der neuen schweizer Freiwilligen, die ich dann ja morgen kennen lernen werde und die naechsten 3 Monate Arbeitszeit (und eventuell mehr, wir werden sehen) mit ihr verbringen werde.

Ich denke an Euch und lasse Euch mal in Ruhe mit meinem Blog der fast so lang wie der Colca- Canyon tief ist.



Dienstag, 18. Januar 2011

Trujillo

Wie die Ueberschrift schon sagt, bin ich letztes Wochenende dem Smok Limas entkommen! Und zwar ging mit der daenischen Freiwilligen nach Trujillo mit dem Bus. Donnerstag abend gings los, mit dem Bus 8 Stunden durch die peruanische Nacht und wir waren dann um 7 Uhr morgens in Trujillo und haben uns erstmal ein Hotel gesucht und geschlafen. 
Unser Trujillo Trip ging auch schon direkt am Morgen ganz gut los, wir wurden naemlich von etwas wirklich Bemerkenswerten ueberrascht: Trujillonische Taxifahrer luegen nicht! Waehrend man in Lima manchmal 40 Soles auf 10 runterfeilschen kann (man fragt vorher immer einen Lokalmenschen nach den Preisen, das ist am einfachsten) stimmten in Trujillo die Preise immer direkt ueberein. Was bei mir wirklich Plus- Punkte eingeheimst hat, ich hasse die Taxi- Fahrer in Lima, ich habe naemlich egal bei welchem Preis das Gefuehl ich bezahle zuviel.

Nachdem wir uns einigermassen ausgeschlafen hatten gings dann erstmal zum Hauptplatz vom Trujillo und von dort aus haben wir unsere erste Tour gemacht. Zu Ruinen der Moche- Kultur, richtig cool.
Abends haben wir dann wieder geschlafen (die Daenin liebt Schlafen zum Glueck fast genauso sehr wie ich) und das Kabel- Fernsehen genossen. Es gibt wirklich nichts besseres als peruanisches Kabel- Fernsehen, weil die gefuehlte 3 Millionen Sender haben - sogar bis zum deutschen Kanal "Deutsche Welle". Von dem ich leider in Deutschland noch nie etwas gehoert habe aber hey deutschsprachiges Fernsehen ist manchmal ganz angenehm. 

Am naechsten Tag haben wir eine Tour gemacht zu Chan Chan und einem Strand wo ich den Namen natuerlich nicht mehr weiss, aber es war irgendwas mit Huanchaco.
War echt cool und fuer europaeische Verhaeltnisse spottbillig.
Dann waren wir um halb 7 zurueck und es ging auf den Schuhmark, dafuer ist Trujillo naemlich beruehmt - billige Schuhe und Lederwaren - an dieser Stelle moechte ich anmerken, dass ich die Stadt wirklich lieb gewonnen habe. 
Abends gings dann in ein beruehmtes Restaurant mit Live- Musik und echt gutem Essen und spaeter wieder aufs Zimmer und Kabelfernsehen. Wir sind langweilig.
Sonntags wollten wir eigentlich frueh aufstehen um eine Parade auf dem Plaza de las Armas, dem Hauptplatz anzugucken, aber wir haben natuerlich verschlafen. Als wir dann aufgestanden sind hiess es erstmal Rueckfahrtickets fuer die Nacht kaufen, haben uns diesmal die VIP- Variante von dem Bus gegoennt, was wirklich keinen grossen preislichen Unterschied macht, aber der Komfort ist tausendmal besser.
Dann waren wir Sonntags nochmal auf dem Schuhmarkt und ein bisschen durch die Stadt bummeln, auf dem aber nicht mehr viel los war. Wir Grossstadtmenschen haben natuerlich die sonntaegliche Ruhephase vergessen. Wie auch immer, war wirklich eine nette Abwechslung.


Naechstes Wochenende wollten wir dann eigentlich nach Cusco aber Peruaner sind ganz schlimme Menschen, die fuer Peruaner Flugtickets billig und fuer Touristen Flugtickets teuer machen. Also gehts mit dem Bus nach Arequipa, wo es den welttiefsten Canyon gibt - glaube ich jedenfalls. Und eine Mumie!


Heute sind wir um 8 Uhr morgens in Lima angekommen, dann gings nach Haus, die Sachen ablegen und schnell duschen und dann zur Arbeit. Es gibt seit Freitag 2 neue Maedchen, ein Baby im Alter von 1 Jahr was einen Tumor (weiss man leider noch nicht) oder sowas in der Art am Mund hat, und die Schwester von ihr ist 3 Jahre alt. Und kann leider nicht wirklich Spanisch.
Sehen noch bisschen verwahrlost aus, aber das wird schon noch.
Auf jeden Fall werden die naechsten 6 Monate echt witzig mit 3 Babys. Im Moment sind noch Ferien hier, bis Maerz, das heisst wir sind den ganzen Tag mit allen Kleinkindern beschaeftigt, was jetzt 12 Kinder sind.


Ich bin muede, gleich mache ich mich auf nach Hause in mein Bettchen.
Ganz viele Gruesse nach Deutschland, ich bin inzwischen von Muecken zerstochen! Juhu! Und braungebrannt trotz 60- Sunblocker.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Weihnachts- und Neujahrsbericht

Okay, so langsam wirds mal wieder Zeit fuer einen vernuenftigen Blog- Eintrag.

Ich fange einfach mal mit Weihnachten an, was ein richtig komisches Erlebnis war. Perúaner sind in der Hinsicht echt komisch. Erstmal, ich habe mit der Daenischen Freiwilligen eine Weihnachtskrippe im Santa Faustina aufgebaut, wo dann alles fertig stand bis auf das Jesuskind und die 3 heiligen Koenige, die erst am 25. ergaenzt wurden, weil davor Jesus ja noch nicht geboren wurde und die Koenige deshalb auch noch gar nicht gekommen sind.
Weiss gerade ehrlich gesagt nicht, ob man das in Deutschland auch so macht, aber kam mir schon recht witzig vor, die kniende Marie ohne Babybauch und Joseph glueckselig laechelnd vor einer leeren Babywiege.
Am 23. war ich mit meiner Tante ja noch in Lima, die letzten Geschenke kaufen und natuerlich einen Weihnachtsbaum, den wir bis dahin noch nicht hatten. Den haben wir dann am 23. abends aufgebaut, allerdings sind die hier immer aus Plastik und wir hatten eine bunte blinkende Lichterkette, die Melodien der bekanntesten Weihnachtssongs spielt und somit das Wohnzimmer in eine Art Weihnachtsdisko verwandelt hat. Gewoehnungsbeduerftig.
Naja, Weihnachten sah dann wirklich so aus, dass wir bis 12 Uhr gewartet haben, also bis zum 25. Davor haben wir ein bisschen geboellert, unsere Nachbarn und alle in der Gegend auch. Um 12 Uhr hat sich die ganze Familie dann versammelt, die Sekunden wurden natuerlich runtergezaehlt und um Punkt 12 haben wir uns alle umarmt, gesagt wie lieb wir uns haben und die Geschenke wurden verteilt und aufgemacht.
Dann haben wir uns alle an den Tisch gesetzt, der richtig voll mit Essen war, das die Familie den ganzen Tag lang vorbereitet hat. Wir haben Huhn, Schwein und Truthahn mit Kartoffeln und Maiskolben gegessen und dazu gabs Fruechte. Allerdings haben wir davor mit Sekt angestossen und jeder hat etwas gesagt, wie er sich gerade fuehlt und sowas.
Und dann haben wir bis fast 2 Uhr Nachts gegessen und geredet, am Ende gabs dann noch heisse Schokolade und Panetón. 
Am naechsten Tag haben wir dann um 1 Uhr gefruehstueckt, was fuer die Familie echt unglaublich ist, weil die hier immer so um 6 Uhr aufstehen.

Geschenke gabs allerdings nicht so viele, wir haben Wichteln gemacht, weil niemand genug Geld hat, Geschenke fuer jedes der 12 Familienmitglieder zu kaufen.
Und meine Tante hat sich vor Weihnachten noch einen Swimming- Pool gekauft, der steht jetzt im Garten, richtig cool.
Die Weihnachtstage verliefen dann eigentlich ganz normal, abgesehen davon, dass in den Krippen Jesus und die Koenige ergaenzt wurden.
Am 24. waren wir uebrigens noch vormittags bei den Maedchen im Kinderheim und haben Weihnachtsfrauen gespielt und die Geschenke verteilt, die im Grossen und Ganzen echt gut angekommen sind.

Dann Silvester, ich wollte eigentlich die Tage vor Silvester meine Pakete in Lima abholen, habe mir natuerlich dort eine Mageninfektion eingefangen und konnte dann nicht meine Pakete abholen, weil ich 2 Tage im Bett lag und nichtmal nach Hause gekommen bin. Aber Freitag zu Neujahr gings mir zum Glueck wieder besser und ich war Mittags zuhause und Abends bin ich dann in das Haus von der daenischen Freiwilligen gefahren, das direkt am Strand liegt. Man geht wirklich aus der Tuer und hat die Fuesse im Sand, richtig cool. 
Abends sind dann auch die anderen deutschen Freiwilligen aus Lima gekommen und dann haben wir dort gefeiert. Um 12 Uhr sind wir dann auf das Dach von dem Haus gestiegen, haben 12 Weintrauben gegessen und uns dabei etwas gewuenscht, angestossen (ich mit Cola, musste meinen Magen schonen und habe ganz Silvester keinen Tropfen Alkohol angeruehrt) und hatten einen wunderschoenen Blick ueber die ganzen Menschen am Strand mit ihren Zelten und Feuerwerken und das Meer und die Nachbarschaft.
Dann sind wir in die Strandbars gegangen und haben uns dort mit paar Leuten getroffen und spaeter sogar Deutsche!
Um halb 6 war die Nacht dann vorbei und wir haben in dem Strandhaus geschlafen und den naechsten Tag habe ich am Strand verbracht. 
Allerdings war ich immer noch nicht im Meer, weil die Wellen hier so krass sind, dass man da einfach nur drin plantschen kann und dafuer ist mir das Wasser irgendwie doch zu kalt.

Am Sonntag war ich mit der Daenin in Pucusana, wo es eine Wunder- Lagune gibt. Die war richtig cool, Pucusana ist auch ganz huebsch, mal mehr turistisch und war eine nette Abwechslung zu meinem staubigen Peru- Alltag.
Die Lagune war echt witzig, das Wasser war gruen und der Boden bestand aus schwarzen Schlamm und hat die angeblich heilende Wirkung. Also haben wir uns dann wie die Einheimischen mit dem Schlamm eingerieben, was auf der einen Seite richtig witzig war und auf der anderen echt eklig, weil das Zeug auch richtig komisch gerochen hat.
Was gibts sonst noch?
Meine Familie hat die Welpen abgegeben!
Montag habe ich wieder angefangen zu arbeiten, war ja fast 1 Woche nicht mehr da, weil ich krank in Lima war und die Kleinen lieben mich jetzt noch mehr als vorher. Und ich habe sie auch echt vermisst, war komisch sie so lange nicht gesehen zu haben.
Diese Tage arbeite ich jetzt auch wieder laenger, weil die Direktorin mich gefragt habe, ob ich frueher kommen kann, weil eine Tia im Urlaub ist.

Diesen Monat gehts mit meiner Gastmutter und vielleicht der Daenin nach Trujillo und nach Cusco! Wenns klappt und im bezahlbaren Rahmen liegt.
So, jetzt muss ich mich mal um Universitaeten kuemmern und dann zurueck nach Hause.
Meine Tante geht uebrigens wirklich in 2 Monaten, in den Urwald. Ich werde sie dann im April oder so besuchen fahren, wollte ja sowieso den Urwald mal sehen. Und dort wo sie wohnen wird, das ist echt huebsch da, koennte also schlimmer sein. Machen wir das Beste draus.

Kuesse und ganz viele liebe Gruesse!



Freitag, 31. Dezember 2010

Frohes Neues!

Hallo Deutschland!
Ich wuensche Euch allen ein frohes neues Jahr 2011, ich geniesse meine letzten Stunden 2010! Nachher gehts an den Strand, allerdings werde ich mich nicht der wilden Strandparty anschliessen, weil ich mir natuerlich in diesen Tagen eine Magenverstimmung zugezogen habe. Danke an dieser Stelle an peruanische Kuehlung von Salatsossen, die leider immer oefter zu Bakterienfallen mutieren.

Naja, die Tage schreibe ich mehr von meinem Weihnachten und dem kommenden Silvesterabend, ich wuensche Euch auf jeden Fall alles Gute und wir sehen uns im Neuen Jahr!
Passt auf Euch auf.

Samstag, 25. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!

Ich wuensche Euch allen von Herzen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Mir geht es immer noch gut, Geschenke gabs noch nicht, hier gibts um 12 Uhr Nachts Bescherung. Davor wird Haufenweise gegessen, geredet und gesungen. Wir haben einen Weihnachtsbaum aus Plastik, wie alle Peruaner, mit einer bunt- leuchtenden und Weihnachtslieder- singenden Lichterkette. Das Wohnzimmer gleicht manchmal einer kleinen Disko.
Gestern habe ich wie alle Peruaner das nunmal machen, die letzten Weihnachtsgeschenke gekauft - bloss kein Stress. Lima war mega voll und war doch mehr Stress, aber man lernt ja doch nie draus und macht es jedes Jahr wieder von Neuem. 
Ich muss jetzt auch los, Weihnachtsgeschenke einpacken - das habe ich natuerlich auch nicht frueher gemacht.
Also alles Liebe aus Perú, ihr fehlt mir die Tage sehr.
Kuesse!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Freizeitpark

Heute war ein schoener Tag - nach dem langweiligen Wochenende, dass Sonntags allerdings schon wieder angenehm war, war heute ein echt cooler Arbeitstag.
Sonntag war erstmal die Kommunion von 3 der Maedchen, weshalb ich schon um 8 Uhr im St Faustina war und dann die Kleinen waehrend dem Gottesdienst ruhig halten durfte - echt ein Spass, mit 8 Kleinkindern in einer Messe. Aber hat gut geklappt, die Kleinen gehen naemlich so wie ichs verstanden habe jeden Sonntag zur Messe und sind es deshalb schon gewoehnt.
Danach ging es dann wieder ins Kinderheim, wo es Snacks gab und ich dieses suesse Foto von Wendy gemacht habe! Alle Kinder hatten natuerlich zur Feier des Tages Kleidchen an, was immer wieder ein suesser Anblick ist.


Judith y Wendy
 Dann bin ich mit der Psychologin, die auch extra zur Kommunion gekommen ist und 2 der Maedchen zur Feier des Tages an den Strand gefahren! San Pedro diesmal.
Ich wuerde davon gerade auch gerne Fotos hochladen, aber das funktioniert natuerlich gerade nicht, super.
Naja, heute waren wir mit den Kindern dann in einem Freizeitpark in Lima!
Und alles wurde von einem peruanischen Ehepaar finanziert, wir haben dann auch alle dort gegessen und spaeter kam noch ein Weihnachtsmann mit Millionen Geschenken, war ein richtig schoener Tag und so viele strahlende Gesichter sieht man nicht jeden Tag.
Trotzdem bin ich froh, dass ich die Rechnung nicht uebernehmen muss - haha.

Sonst geht wie immer nicht viel in der Pampa Grande, meine Tante in dem Holzhaus hat mir gestern abend erzaehlt, dass ihr Ehemann wahrscheinlich befoerdert wird und sie dann in eine andere Stadt ziehen werden. Aber es ist noch nicht sicher und auch der Zeitpunkt ist noch unklar, aber ich hoffe dass es erst ist, wenn ich weg bin, da sie hier mittlerweile meine beste Freundin geworden ist.
Hoffen wir einfach das Beste.

Auf dem Weg zum Freizeitpark mit dem gemieteten Bus sind wir an einer Moorlandschaft entlang gekommen, ein richtig huebsches Fleckchen Erde in der Grossstadt Lima!

Achja, ich habe den abuelo, der vorher bei uns gewohnt hat und bei dem jetzt mein Huendchen Gringa ist, am Sonntag in der Messe getroffen!! Ihm gehts gut und meinem Huendchen auch.
Die Welpen machen sich auch ganz gut, sie springen einem inzwischen auf den Fuessen rum und rennen durch die Gegend und sind einfach suess.

Jetzt muss ich los, die andere Freiwillige ist hier!
Tschauu